Kindheit in Reus (1852 bis 1869)

Geboren in einer Kupferschmiedfamilie. Er lernte Geometrie, indem er seinem Vater zusah, wie dieser Metallbleche dreidimensional statt flach formte. Er war ein kränkliches Kind mit Rheuma, das ihn stundenlang die Natur beobachten ließ.

Architekturstudium (1869 bis 1878)

Mit 17 zog er nach Barcelona. Er studierte an der Architekturschule der Llotja. Der Dekan sagte bei der Übergabe seines Diploms: Wir haben diesen Titel entweder einem Verrückten oder einem Genie verliehen.

Frühe Karriere (1878 bis 1883)

Er entwarf die Laternen für die Plaza Real, die Arbeitergenossenschaft von Mataró und die Casa Vicens. Er lernte den Industriellen Eusebi Güell kennen, der sein lebenslanger Förderer wurde.

Partnerschaft mit Eusebi Güell (1883 bis 1918)

Er entwarf den Palau Güell, den Park Güell, die Bodegues Güell und die Krypta der Colònia Güell. Güell ließ Gaudí mit Formen experimentieren, die niemand sonst kommerziell zu nutzen wagte.

Religiöse Wende (1894 bis 1910)

Nach einem 6-wöchigen Fasten 1894 wurde Gaudí zum Asketen. Er begann, Lumpen zu tragen, in seiner Werkstatt der Sagrada Familia zu schlafen und sich ganz der religiösen Architektur zu widmen.

Die Sagrada Familia (1883 bis 1926)

Er übernahm die Basilika mit 31 Jahren. Ab 1914 lehnte er alle anderen Aufträge ab. Ab 1925 wohnte er vor Ort. Er hinterließ das Projekt bei seinem Tod unvollendet.

Tod 1926

Am 7. Juni 1926 erfasste ihn auf seinem täglichen Weg zur Beichte eine Straßenbahn. Wegen seiner schäbigen Kleidung für einen Bettler gehalten, erhielt er verspätete Hilfe und starb am 10. Juni 1926. Er ist in der Krypta der Sagrada Familia bestattet.

Alles was Sie wissen mussen

Wann wurde Antoni Gaudí geboren?
Antoni Gaudí wurde am 25. Juni 1852 in Reus geboren, in der Provinz Tarragona in Katalonien.
Wie ist Gaudí gestorben?
Eine Straßenbahn erfasste ihn am 7. Juni 1926 an der Carrer de Bailèn. Für einen Bettler gehalten, erhielt er verspätet Hilfe und starb am 10. Juni im Alter von 73 Jahren.
War Gaudí verheiratet?
Nein. Gaudí blieb sein Leben lang ledig. Er machte einmal einer Lehrerin in Mataró einen Heiratsantrag, die ihn ablehnte. Nach seiner religiösen Wende widmete er sein Leben der Kirche.